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Leistungen Therapie - Patienteninformation

Psychosomatische Grundversorgung

Die Praxisinhaber verfügen über eine zusätzliche Ausbildung in Psychosomatik und sind dadurch befähigt, psychosomatische Aspekte und bereits entstandene psychosomatische Krankheiten zu erkennen und zu behandeln und haben dafür die erforderliche Abrechnungsgenehmigung erhalten.

Psychosomatische Störungen (letzte Überarbeitung 19.04.2012)

Unter Psychosomatik versteht man Störungen und Krankheiten, die über einen besonderen Zusammenhang zwischen der Psyche (Seele, Geist) und dem Soma (Körper) gekennzeichnet sind. Diese Zusammenhänge unterliegen mittlerweile einer umfangreichen Diskussion, da früher viel mehr getrennt wurde zwischen körperlichen und seelischen Krankheiten, als es heute üblich ist, weil der enge Zusammenhang unbekannt war.

Psychosomatische Störungen und die manchmal später daraus entstehenden Krankheiten fangen immer an mit Belastungen und Überforderungen, die nicht mehr bewältigt werden. Es kann sich um akute Belastungssituationen handeln, die auch Schwellensituationen sein können (das sind Übergangssituationen, z.B. Eintritt ins Berufsleben nach der Ausbildung, Umzüge, letztes Kind verlässt die Ursprungsfamilie, Eintritt ins Rentenalter o.ä.), zusammenfassend also größere Probleme/Konflikte des Alltags jeglicher Art, private und/oder berufliche, auch die lange Pflege kranker Angehörigen gehört dazu.

Manchmal wird die Krise nach einer gewissen Zeit überwunden und die Dinge kommen wieder selbst ins Lot, manchmal aber kommen im Zeitverlauf tiefenpsychologische Faktoren erschwerend zum Tragen. Das bedeutet, es kann zur Aktivierung von tief im Inneren verborgenen teil- oder unbewältigten leidvollen Erfahrungen kommen, die dann plötzlich zum Hauptfaktor der Krankheitsbahnung werden können, neurotische Anteile treten in den Vordergrund.

Da die heute übliche Schulmedizin den spirituellen menschlichen Boden weitgehend verloren hat, wird diese Fehlentwicklung meistens übersehen und nimmt ihren Lauf, nicht selten bis zu schwersten chronischen Krankheiten. Wenn „das Kind in den Brunnen gefallen ist“, denkt dann so wie so niemand mehr an tiefenpsychologische Ursachen.

Mit hochwissenschaftlichem Milliardenaufwand und endloser Technik wird dann behandelt, frei nach Mark Twain: „Als wir den Sinn unseres Handelns und die tieferen Hintergründe verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.

Zusammenfassung:

Oft sind psychosomatische Krankheiten banal und eher harmlose Funktionsstörungen und leichtere Krankheiten. Falls es zu häufig oder dauerhaft auftritt, muss man von Alarmzeichen reden. Beispiele sind Immunschwächen mit Allergien und häufigen Erkältungen (Nasennebenhöhlenentzündungen), Neigung zu Kopfweh und Verspannungen, Reizungen der Atem- oder Verdauungswege, oft gepaart mit seelischen Verstimmungen.

Eigentlich sollten Alarmzeichen dazu führen, sich zu besinnen und etwas zu tun, nämlich über grundlegende Lebensänderungen nachzudenken. Oft würde es schon helfen um den „richtigen Weg zu finden“ mit Entspannungs- oder Meditationsverfahren anzufangen, die mit der Zeit deutliche Verbesserungen bringen können, wenn man regelmäßig übt.

Sehr häufig ist auch bei psychosomatischen Beschwerden eine unterstützende Medikation wichtig, besonders in einer Krise. Hier kommen Antidepressiva und Neuroleptika (wörtlich übersetzt: Gemütsverzärtler) infrage. Beide Stoffklassen führen niemals zur Sucht oder zu Denk- bzw. Persönlichkeitsstörungen (leider glauben die meisten Leute das Gegenteil!), sind sehr hilfreich und werden meistens gut vertragen. Diese sehr gesundheitsfördernden Mittel, die man auch über Jahre problemlos einnehmen kann, werden von Laien oft verwechselt mit sogenannten „Schlaftabletten“ (Hypnotika, Tranquilizer), die bei schweren Krisen nur für einen Zeitraum von maximal 3 Wochen sinnvoll sind, da sie süchtigmachen können.

Zu dem „Schlafmitteln“ gehört eine Unzahl von Präparaten, da es hier viel Missbrauch gibt (Gruppe der Benzodiazepine und Barbiturate), sie verbessern den Schlaf nur kurzfristig, weil sie keinen Erholschlaf bewirken, sondern betäuben, und bei längerem Gebrauch schwere Schlaf- und Gesundheitsstörungen auslösen (Beispiele: Diazepam = Valium, Zolpidem = Zoldem, Zopiclon = Zop, Lorazepam = Tavor, Bromazepam = Adumbran, Bromazanil = Lexotanil), diese Mittel unbedingt meiden!

Pflanzliche Schlaf- oder Beruhigungsmittel sind dagegen häufig empfehlenswert (NB: Johanniskraut abends genommen macht Schlafstörungen).

Details für Interessierte:

Durch die neuere Gehirnforschung, die erst seit etwa 15 Jahren durch Entwicklung computerisierter Untersuchungen am Lebenden möglich wurde, gibt es immer mehr Hinweise, dass wahrscheinlich alle körperlichen Funktionen und Krankheiten psychosomatisch beeinflusst sein könnten, da das Gefühlshirn die Zentrale aller Entscheidungen des Verstandes, auch des rationalen Denkens, darstellt und darüber hinaus auch sämtliche Körperfunktionenüberwacht und steuert.

Das Gehirn verändert sich gemäß den Belastungen und Anforderungen ständig in seinem Aufbau, die Anzahl und Struktur der Nervenfasern passt sich lebenslang fortlaufend an, löst sich auf oder baut sich an, Störungen sind also nicht nur rein funktionell verursacht, sondern auch Veränderungen des Gehirns.

Das ist auch der Grund, warum es Sinn macht, ausgedünnte Areale in ihrer Funktion zu stärken durch geeignete Medikamente, die eine höhere Ausschüttung gefühlswirksamer Botenstoffe bewirken (z.B. Antidepressiva) und zusätzlich den Wiederaufbau beschädigter Nervenfaserverbünde fördern.

Je nach Ausmaß der Schäden kann für genügend Erfolg eine lebenslange Medikation erforderlich sein.

Psychosomatische Störungen sind also ganz bedeutend und wesentlich wichtiger, als bisher gedacht und an fast jeder Krankheitsentstehung beteiligt oder sogar hauptverantwortlich, als unbewusste Folgen neurotischer Lasten (lebensgeschichtlich erworbene Fehlverarbeitungen von Belastungen), die jedes Menschen Leben mitbestimmen.

Störungen des Fühlens (des Unbewussten), können gebahnt über Verhaltens- und/oder Funktionsstörungen später, auch nach Jahrzehnten, noch Unfälle oder seelische und/oder körperliche Krankheitenauslösen.

Irgendein, oft unklarer, Auslöser, z.B. auch eine Lebenskrise wie Scheidung oder Verlust des Arbeitsplatzes, kann die schlummerndeNeurose-Störung (und/oder sogar zusätzlich Psychose-Störung – das sind ererbte Neigungen zu Geisteskrankheiten) aktivieren und einen Menschen krank machen, nach einem unauffälligem, bisher anscheinend „normalem“Leben.

Ein kritisches Alter für den Beginn ist das 40. bis 50. Lebensjahr. Die Ursache der Entstehung der Störungen liegt meist sehr früh, zu 90% schon in den ersten sieben Lebensjahren.

Unser ganzes Verhalten im weiteren Leben orientiert sich unbewusst an dem, was wir in dieser Zeit erfahren und aufgenommen haben, an unseren tiefsten Gefühlen, der tiefenpsychologischen Prägung. Richtig behandelt, nämlich psychosomatisch, durch einen von Anfang an empathisch zuhörenden unddurchgängig emotionalen Ansatz, würden sich viele Störungen und Krankheiten weniger auswachsen.

Was ist Neurose?

Neurosen sind lebensgeschichtlich erworbene seelische Fehlverarbeitungen von Erlittenem und können in jedem Lebensalter entstehen. Zu neunzig Prozent geschieht dies jedoch in den ersten sieben Lebensjahren.

Einzelereignisse können Auslöser sein, aber auch belastende Lebensphasen. Unbewusste Gefühlshaltungen, die einmal erlernt wurden oder die man sich angewöhnt hat, wie zum Beispiel Ordentlichkeit, Perfektionismus oder Selbstaufopferung, oder deren Gegenteil, die aber übertrieben und unpassend sind in der neuen Lebenssituation, führen zu Problemen.

Neurotiker haben häufig eine Selbstliebestörung. Andere Neurotiker wollen ständig anderen Gutes tun, weil sie es für sich selbst nicht schaffen und opfern sich auf. Wieder andere führen ein von ihren Gefühlen so stark entferntes Leben, dass sie äußere Dinge stark betonen müssen, also auffallen müssen durch Aussehen und Gehabe, was in unserer westlichen Gesellschaft zur Zeit sprunghaft zunimmt.

Das neurotische Fehlverhalten geschieht „automatisch“ über den Gefühlsverstand und kann vom rationalen Verstand nur bedingt kontrolliert werden. Es kann sich dabei nur um kleine „Macken“ handeln, die wenig beachtlich sind. Aber es kann auch eine bedeutende, vielleicht sogar lebensbedrohliche, Rolle spielen und die Ursache von schweren seelischen Krankheiten sein, die sogar stationär behandeltwerden müssen, und/oder über die Psychosomatik Ursache körperlicher Krankheiten und jahrzehntelanger Verläufe sein.

Was ist Psychose?

Psychosen sind hirnorganisch bedingte Störungen, die oft eine genetische (Erb-) Komponente haben. Sie hängen in ihrerManifestation, wie auch die Neurosen, oft von Belastungen ab.

Der Beginn liegt früher als bei den Neurosen, nämlich zwischen 15 und 30 Lebensjahren. Es gibt leichte Fälle, die wenig auffallen und den Alltag meistern, aber auch Geisteskrankheiten, die so schlimm werden, dass sie stationär behandelt werden müssen.

Die Realität wird ganz, teil- und/oder phasenweise verlassen, es kommt zu einer Sprunghaftigkeit und Vermischung der Gedanken, man nennt es „Verlust des roten Fadens“, es werden seltsame inadäquate Äußerungen gemacht oder dauergeredet ("Danebenreden“), manchmal pausenlos und tagelang, bis hin zu Illusionen, Halluzinationen und Fehlhandlungen.

Laien sind damit oft völlig überfordert und hilflos, unbedingt sollte sich nicht lange gewundert werden, sondern im Zweifelsfall schnell professionelle ärztliche Hilfe angefordert werden.

Zusammenfassung:

Psychosomatische Störungen können mit akuten Überlastungen zusammenhängen und nur vorübergehend bestehen, aber auch gleichzeitig mit Neurosen und Psychosen auftreten und zu chronischen Krankheiten führen.

Diese Anteile des menschlichen Lebens spielen nicht nur bei der Behandlung seelischer Krankheiten, wie z.B. der Depression, die eine neurotische und/oder psychotische Hauptursache haben kann, sondern auch über die Psychosomatik bei vielen körperlichen Krankheiten, eine wichtige Rolle.

Dr. med. Udo Saueressig

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zusätzliche Ausbildung in Psychosomatik

und sind dadurch befähigt,

psychosomatische Aspekte und bereits

entstandene psychosomatische Krankheiten

zu erkennen und zu behandeln und

haben dafür die erforderliche

Abrechnungsgenehmigung erhalten.

Psychosomatische Störungen

(letzte Überarbeitung 19.04.2012)

Unter Psychosomatik versteht man

Störungen und Krankheiten, die über

einen besonderen Zusammenhang

zwischen der Psyche (Seele, Geist)

und dem Soma (Körper)

gekennzeichnet sind.

Diese Zusammenhänge unterliegen

mittlerweile einer umfangreichen

Diskussion, da früher viel mehr

getrennt wurde zwischen körperlichen

und seelischen Krankheiten, als es

heute üblich ist, weil der enge

Zusammenhang unbekannt war.

Psychosomatische Störungen und die

manchmal später daraus entstehenden

Krankheiten fangen immer an mit

Belastungen und Überforderungen, die

nicht mehr bewältigt werden.

Es kann sich um akute Belastungs-

situationen handeln, die auch

Schwellensituationen sein können

(das sind Übergangssituationen, z.B.

Eintritt ins Berufsleben nach der

Ausbildung, Umzüge, letztes Kind

verlässt die Ursprungsfamilie, Eintritt

ins Rentenalter o.ä.), zusammenfassend

also größere Probleme/Konflikte

des Alltags jeglicherArt, private

und/oder berufliche, auch die lange

Pflege kranker Angehörigen gehört dazu.

Manchmal wird die Krise nach einer

gewissen Zeit überwunden und die

Dinge kommen wieder selbst ins

Lot, manchmal aber kommen im

Zeitverlauf tiefenpsychologische Faktoren

erschwerend zum Tragen.

Das bedeutet, es kann zur Aktivierung

von tief im Inneren verborgenen

teil- oder unbewältigten leidvollen

Erfahrungen kommen, die dann

plötzlich zum Hauptfaktor der

Krankheitsbahnung werden können,

neurotische Anteile treten in den

Vordergrund.

Da die heute übliche Schulmedizin

den spirituellen menschlichen Boden

weitgehend verloren hat, wird diese

Fehlentwicklung meistens übersehen

und nimmt ihren Lauf, nicht selten

bis zu schwersten chronischen

Krankheiten.

Wenn „das Kind in den Brunnen

gefallen ist“, denkt dann so wie so

niemand mehr an tiefenpsychologische

Ursachen.

Mit hochwissenschaftlichem

Milliardenaufwand und endloser

Technik wird dann behandelt,

frei nach Mark Twain:

„Als wir den Sinn unseres Handelns

und die tieferen Hintergründe verloren

hatten, verdoppelten wir unsere

Anstrengungen.

Zusammenfassung:

Oft sind psychosomatische Krankheiten

banal und eher harmlose

Funktionsstörungen und leichtere

Krankheiten.

Falls es zu häufig oder dauerhaft

auftritt, muss man von Alarmzeichen reden.

Beispiele sind Immunschwächen mit

Allergien und häufigen Erkältungen

(Nasennebenhöhlenentzündungen),

Neigung zu Kopfweh und

Verspannungen, Reizungen der Atem-

oder Verdauungswege, oft gepaart

mit seelischen Verstimmungen.

Eigentlich sollten Alarmzeichen dazu

führen, sich zu besinnen und etwas

zu tun, nämlich über grundlegende

Lebensänderungen nachzudenken.

Oft würde es schon helfen um den

„richtigen Weg zu finden“ mit

Entspannungs- oder Meditations-

verfahren anzufangen, die mit der

Zeit deutliche Verbesserungen bringen

können, wenn man regelmäßig übt.

Sehr häufig ist auch bei

psychosomatischen Beschwerden

eine unterstützende Medikation wichtig,

besonders in einer Krise.

Hier kommen Antidepressiva und

Neuroleptika (wörtlich übersetzt:

Gemütsverzärtler) infrage.

Beide Stoffklassen führen niemals

zur Sucht oder zu Denk- bzw.

Persönlichkeitsstörungen (leider

glauben die meisten Leute das Gegenteil!),

sind sehr hilfreich und werden meistens

gut vertragen.

Diese sehr gesundheitsfördernden Mittel,

die man auch über Jahre problemlos

einnehmen kann, werden von Laien

oft verwechselt mit sogenannten

„Schlaftabletten“ (Hypnotika, Tranquilizer),

die bei schweren Krisen nur für einen

Zeitraum von maximal 3 Wochen

sinnvoll sind, da sie süchtig

machen können.

Zu dem „Schlafmitteln“ gehört eine

Unzahl von Präparaten, da es hier

viel Missbrauch gibt (Gruppe der

Benzodiazepine und Barbiturate),

sie verbessern den Schlaf nur kurzfristig,

weil sie keinen Erholschlaf bewirken,

sondern betäuben, und bei

längerem Gebrauch schwere Schlaf-

und Gesundheitsstörungen auslösen

(Beispiele: Diazepam = Valium,

Zolpidem = Zoldem, Zopiclon = Zop,

Lorazepam = Tavor,

Bromazepam = Adumbran,

Bromazanil = Lexotanil),

diese Mittel unbedingt meiden!

Pflanzliche Schlaf- oder Beruhigungsmittel

sind dagegen häufig empfehlenswert

(NB: Johanniskraut abends genommen

macht Schlafstörungen).

Details für Interessierte:

Durch die neuere Gehirnforschung,

die erst seit etwa 15 Jahren durch

Entwicklung computerisierter

Untersuchungen am Lebenden

möglich wurde, gibt es immer

mehr Hinweise,dass wahrscheinlich

alle körperlichen Funktionen und

Krankheiten psychosomatisch beeinflusst

sein könnten, da das Gefühlshirn

die Zentrale aller Entscheidungen

des Verstandes, auch des rationalen

Denkens, darstellt und darüber hinaus

auch sämtliche Körperfunktionen

überwacht und steuert.

Das Gehirn verändert sich gemäß

den Belastungen und Anforderungen

ständig in seinem Aufbau, die Anzahl

und Struktur der Nervenfasern passt

sich lebenslang fortlaufend an, löst

sich auf oder baut sich an,

Störungen sind also nicht nur rein

funktionell verursacht, sondern auch

Veränderungen des Gehirns.

Das ist auch der Grund, warum es

Sinn macht, ausgedünnte Areale in

ihrer Funktion zu stärken durch

geeignete Medikamente, die eine

höhere Ausschüttung gefühlswirksamer

Botenstoffe bewirken (z.B. Antidepressiva)

und zusätzlich den Wiederaufbau

beschädigter Nervenfaserverbünde fördern.

Je nach Ausmaß der Schäden kann

für genügend Erfolg eine lebenslange

Medikation erforderlich sein.

Psychosomatische Störungen sind also

ganz bedeutend und wesentlich wichtiger,

als bisher gedacht und an fast jeder

Krankheitsentstehung beteiligt oder sogar

hauptverantwortlich, als unbewusste

Folgen neurotischer Lasten

(lebensgeschichtlich erworbene

Fehlverarbeitungen von Belastungen),

die jedes Menschen Leben mitbestimmen.

Störungen des Fühlens (des Unbewussten),

können gebahnt über Verhaltens-

und/oder Funktionsstörungen später,

auch nach Jahrzehnten, noch Unfälle

oder seelische und/oder körperliche

Krankheiten auslösen.

Irgendein, oft unklarer, Auslöser, z.B.

auch eine Lebenskrise wie Scheidung

oder Verlust des Arbeitsplatzes,

kann die schlummernde Neurose-

Störung (und/oder sogar zusätzlich

Psychose-Störung – das sind ererbte

Neigungen zu Geisteskrankheiten)

aktivieren und einen Menschen krank

machen, nach einem unauffälligem,

bisher anscheinend „normalem“ Leben.

Ein kritisches Alter für den Beginn ist

das 40. bis 50. Lebensjahr.

Die Ursache der Entstehung der

Störungen liegt meist sehr früh,

zu 90% schon in den ersten

sieben Lebensjahren.

Unser ganzes Verhalten im weiteren

Leben orientiert sich unbewusst an

dem, was wir in dieser Zeit erfahren

und aufgenommen haben, an unseren

tiefsten Gefühlen, der

tiefenpsychologischen Prägung.

Richtig behandelt, nämlich psychosomatisch,

durch einen von Anfang an empathisch

zuhörenden und durchgängig emotionalen

Ansatz, würden sich viele Störungen und

Krankheiten weniger auswachsen.

Was ist Neurose?

Neurosen sind lebensgeschichtlich erworbene

seelische Fehlverarbeitungen von

Erlittenem und können in jedem

Lebensalter entstehen.

Zu neunzig Prozent geschieht dies

jedoch in den ersten sieben

Lebensjahren.

Einzelereignisse können Auslöser sein,

aber auch belastende Lebensphasen.

Unbewusste Gefühlshaltungen, die einmal

erlernt wurden oder die man sich

angewöhnt hat, wie zum Beispiel

Ordentlichkeit, Perfektionismus oder

Selbstaufopferung, oder deren Gegenteil,

die aberübertrieben und unpassend

sind in der neuen Lebenssituation,

führen zu Problemen.

Neurotiker haben häufig eine

Selbstliebestörung.

Andere Neurotiker wollen ständig

anderen Gutes tun, weil sie es für

sich selbst nicht schaffen und

opfern sich auf.

Wieder andere führen ein von ihren

Gefühlen so stark entferntes Leben,

dass sie äußere Dinge stark betonen

müssen, also auffallen müssen durch

Aussehen und Gehabe, was in

unserer westlichen Gesellschaft zur

Zeit sprunghaft zunimmt.

Das neurotische Fehlverhalten geschieht

„automatisch“ über den Gefühlsverstand und

kann vom rationalen Verstand nur

bedingt kontrolliert werden.

Es kann sich dabei nur um kleine

„Macken“ handeln, die wenig beachtlich sind.

Aber es kann auch eine bedeutende,

vielleicht sogar lebensbedrohliche,

Rolle spielen und die Ursache von

schweren seelischen Krankheiten sein,

die sogar stationär behandelt werden

müssen, und/oder über die

Psychosomatik Ursache körperlicher

Krankheiten und jahrzehntelanger

Verläufe sein.

Was ist Psychose?

Psychosen sind hirnorganisch bedingte

Störungen, die oft eine genetische

(Erb-) Komponente haben.

Sie hängen in ihrer Manifestation,

wie auch die Neurosen, oft

von Belastungen ab.

Der Beginn liegt früher als bei den

Neurosen, nämlich zwischen

15 und 30 Lebensjahren.

Es gibt leichte Fälle, die wenig auffallen

und den Alltag meistern, aber auch

Geisteskrankheiten, die so schlimm

werden, dass sie stationär behandelt

werden müssen.

Die Realität wird ganz, teil- und/oder

phasenweise verlassen, es kommt zu

einer Sprunghaftigkeit und Vermischung

der Gedanken, man nennt es

„Verlust des roten Fadens“, es werden

seltsame inadäquate Äußerungen

gemacht oder dauergeredet

("Danebenreden“), manchmal pausenlos

und tagelang, bis hin zu Illusionen,

Halluzinationen und Fehlhandlungen.

Laien sind damit oft völlig überfordert

und hilflos, unbedingt sollte sich nicht

lange gewundert werden, sondern im

Zweifelsfall schnell professionelle ärztliche

Hilfe angefordert werden.

Zusammenfassung:

Psychosomatische Störungen können

mit akuten Überlastungen zusammen-

hängen und nur vorübergehend

bestehen, aber auch gleichzeitig mit

Neurosen und Psychosen auftreten

und zu chronischen Krankheiten führen.

Diese Anteile des menschlichen

Lebens spielen nicht nur bei der

Behandlung seelischer Krankheiten,

wie z.B. der Depression, die eine

neurotische und/oder psychotische

Hauptursache haben kann, sondern

auch über die Psychosomatik bei

vielen körperlichen Krankheiten,

eine wichtige Rolle.

Dr. med. Udo Saueressig

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Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Lobbach

Hauptstraße 129

74931 Lobbach-Waldwimmersbach

Telefon: 06226 -970123

Fax: 06226-42531

eMail: info(@)hausarztpraxis-lobbach.de

Dr. med. Franz Hack

Facharzt für Allgemeinmedizin,

Chirotherapie, Sportmedizin

Hien Nhon Tang

Facharzt für Allgemeinmedizin,

Akupunktur, Naturheilverfahren

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